Ehemalige Staatliche Münze, Molkenmarkt 2, 10179 Berlin-Mitte

Sa, 18. Oktober: 10: 00 Uhr - 18: 00 Uhr
So, 19. Oktober: 10: 30 Uhr - 18: 00 Uhr

Am 18./19. Oktober findet begleitend zur Ausstellung ein wissenschaftlisches Symposium zum Thema Megastruktur statt. Das Symposium wird von European Art Projects in Kooperation mit Archigram Archives.

Entsprechend seiner fächerübergreifenden Thematik ist das Symposium interdisziplinär angelegt. Das Konzept Megastruktur soll zunächst mittels unterschiedlicher Definitionen und eines Fokus auf die frühen Protagonisten der Megastruktur historisch verortet und theoretisch kontextualisiert werden. Ein besonderes Interesse gilt weiter den realisierten Megastrukturen - Reyner Banham 1976: Megadecadence - in Absetzung zum utopischen Moment, das den frühen Megastrukturplanungen gemeinsam ist. Thematisiert wird dieses Spannungsverhältnis auch in der Beziehung zwischen den visionären Bewegungen der 60er und 70er Jahre und den pragmatischeren New Towns insbesondere in Großbritannien und den Niederlanden.

Ein weiterer Teil des Symposiums ist den kunsthistorischen Aspekten des Themas, wie etwa den Bildstrategien von Archigram und Superstudio und der engen Verbindung der Megastrukturalisten mit der Kunstszene und der Popkultur der 1960er Jahre gewidmet. Dieser Teil des Symposiums schlägt die Brücke zur Ausstellung MEGASTRUCTURE RELOADED, in der die Inkunabeln der 60er Jahre vor Ort besichtigt werden können.

Dominique Rouillard und Thilo Hilpert werden in das Thema einführen, Marie-Theres Stauffer und Gian Piero Frassinelli diskutieren die visuellen Strategien von Superstudio und Archizoom, Florian Urban und Wolfgang Fiel beleuchten konzeptuelle Verwandtschaften und Unterschiede zwischen japanischen Metabolisten und Protagonisten der europäischen Raumstadt, Laurent Stalder stellt die Megacity Montreal (Reyner Banham) vor und Carsten Krohn erläutert Berliner Megastruktur-Projekte, Stephan Schütz  von Architekten von Gerkan Marg und Partner präsentiert die in der Realisierung befindliche Stadtplanung für Lingang New City in China, und Dennis Crompton, William Menking, Philipp Oswalt und Eckhard Schulze-Fielitz werden die Tauglichkeit von Megastrukturen für heutige Megastädte diskutieren.

 

Das Symposium findet im Küchenmonument von raumlabor_berlin statt, einer pneumatischen Architektur, die im Innenhof unseres Ausstellungsortes, der ehemaligen Staatlichen Münze installiert ist. Der Zugang erfolgt über den Eingang zur Ausstellung am Molkenmarkt 2, Berlin-Mitte, in unmittelbarer Nähe zum Roten Rathaus.

 

Wenn Sie am Symposium teilnehmen möchten, registrieren sie sich bitte unter symposium@megastructure-reloaded.net, da es nur ein beschränktes Platzangebot gibt. Wir werden bei rechtzeitiger Anmeldung die Registrierung bestätigen. Die Teilnahmegebühr von 20 EUR/ Studenten 10 EUR kann vor Ort bezahlt werden. Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.

Stand 16. Oktober 2008, Änderungen vorbehalten

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15. Oktober 2008

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